Die Pflegestufen - Kriterien für den Anspruch auf Pflegegeld Die Pflegestufen - Kriterien für den Anspruch auf Pflegegeld
20/03/2013 09:21 Keine Kommentare


Die Pflegestufen - Kriterien für den Anspruch auf Pflegegeld

Damit eine finanzielle Unterstützung geltend gemacht werden kann, wird im Auftrag der Pflegekasse im ersten Schritt Art und Umfang der Pflegebedürftigkeit festgestellt. Dies erfolgt im Rahmen eines Gutachtens, am Wohnort des Betroffenen. Die Einteilung in die jeweilige Pflegestufe (Pflegestufen 0, I, II und III sowie den so genannten „Härtefall“) erfolgt nach dem für die Pflege erforderlichen Zeitaufwand.

Die Entscheidung der Pflegekasse, welche Pflegestufe im jeweiligen Fall zur Anwendung kommt, kann angefochten werden. Es ist jedoch ratsam, sich bereits vorab auf die Begutachtung vorzubereiten; Pflegeberatungsdienste können hierbei Hilfestellung geben.

 

Pflegestufe 0: Geringe Pflegebedürftigkeit

Der Pflegestufe 0 werden jene Menschen zugeordnet, die in ihrem Alltag auf geringe Hilfe angewiesen sind. In die Pflegestufe 0 fallen z.B. Menschen, die sich in einem frühen Stadium von Demenz befinden; sie benötigen zur Bewältigung ihres Alltags zwar Unterstützung, die notwendigen Pflegemaßnahmen erreichen jedoch (noch) kein größeres Ausmaß.

 

Pflegestufe I: Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Menschen, die mindestens einmal am Tag sowohl bei Körperpflege und Ernährung als auch im Haushalt Hilfe benötigen, werden der Pflegestufe I zugeordnet. Die Hilfeleistung durch eine Pflegeperson wird mit mindestens 90 Minuten pro Tag berechnet.

 

Pflegestufe II: Schwere Pflegebedürftigkeit

Menschen, die dreimal am Tag Hilfe bei Körperpflege und Ernährung sowie darüber hinaus ein paar Mal pro Woche Unterstützung im Haushalt benötigen, werden der Pflegestufe II zugeordnet. Der zeitliche Bedarf der Pflege in dieser Kategorie wird mit mindestens drei Stunden pro Tag berechnet.

 

Pflegestufe III: Schwerste Pflegebedürftigkeit

Menschen, die rund um die Uhr versorgt werden müssen, gelten als schwerst pflegebedürftig. Der Pflegeaufwand wird pro Tag mit mindestens fünf Stunden berechnet; zu den Hilfsleistungen zählen auch in Stufe III Körperpflege, Ernährung und Unterstützung im Haushalt.

 

Der Härtefall:

Benötigt ein pflegebedürftiger Mensch täglich mindestens sechs Stunden Hilfe, davon einen erheblichen Teil in der Nacht, oder bedarf es zweier Pflegepersonen, um die nächtliche Hilfe zu gewährleisten, dann spricht das Gesetz von einem Härtefall. Die finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse entspricht in dieser Kategorie dem Höchstwert.

 

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