Das Pflegegesetz in Deutschland Das Pflegegesetz in Deutschland
20/03/2013 09:09 Keine Kommentare


 

Jeder Betroffene soll die Möglichkeit einer adäquaten Unterstützung in Anspruch nehmen können, sei es durch Betreuung zuhause, stationär in Einrichtungen oder in Pflegeheimen.

Mit der Einführung des Pflegegesetzes in Deutschland im Jahre 1995, wurde erstmals die Grundlage geschaffen, jedem Arbeitnehmer im Falle einer Pflegebedürftigkeit im Alter eine finanzielle Absicherung zu gewährleisten. Jeder Betroffene soll die Möglichkeit einer adäquaten Unterstützung in Anspruch nehmen können, sei es durch Betreuung zuhause, stationär in Einrichtungen oder in Pflegeheimen.

 

 

 

Inhalt des Pflegegesetzes:

Im Rahmen des Pflegegesetzes kann ein pflegender Angehöriger Pflegegeld geltend machen. Unterstützungsleistungen für Pflegehilfsmittel, sind ebenfalls Gegenstand der gesetzlichen Regelung. Im Zentrum des Pflegegesetztes steht jedoch die finanzielle Absicherung für Pflege durch Dienstleister wie ambulanten Pflegedienste, stationärer Aufenthalt sowie Daueraufenthalt in einem Pflegeheim.  

 

Finanzierung der Leistungen des Pflegegesetzes:

Die gesetzliche Pflegeversicherung wird ähnlich wie die Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung als Teil der Lohnnebenkosten berechnet und ist im Sozialgesetzbuch XI(SGB XI) geregelt.  

 

Erneuerungen des Pflegegesetzes ab 2013:

Mit 1. Januar 2013 treten einige Neuerungen in Kraft, die das Ziel haben, die Unterstützungsleistungen für Demenzkranke sowie für deren pflegende Angehörige zu verbessern. Ausgehend von der Annahme, dass die Zahl der Menschen, die an Demenz erkranken stark ansteigen und die Finanzierung von Pflegeleistungen daher zunehmend schwieriger wird, sollen jene Bürger, die eine private Pflegevorsorge bezahlen, steuerlich begünstigt werden. Darüber hinaus werden die Pflegeleistungen für Demenzkranke im Rahmen einer ambulanten Pflege ausgeweitet, sodass neben der körperlichen Hygiene und den hauswirtschaftlichen Hilfestellungen auch Zeit für die Betreuung des Erkrankten eingerechnet wird. Dies bedeutet, dass je nach Pflegestufe, die monatlichen Zahlungen ab 2013 insgesamt erhöht werden. Als weiterer Schritt zur Reformierung der Pflegeleistungen im Pflegegesetz wird die Einrichtung von Wohngruppen gefördert, einerseits durch zusätzliche Gelder an die Bewohner von Wohngruppen sowie zeitlich befristete Fördergelder für die Gründung von neuen Wohngruppen bzw. für notwendige Umbaumaßnahmen.  

 

Weitere Informationen zum Pflegegesetz finden Sie unter:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/1.html

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/11/index.php?norm_ID=1100000

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