Demenz - Wenn das Gehirn erkrankt Demenz - Wenn das Gehirn erkrankt
20/03/2013 09:00 Keine Kommentare


Was ist Demenz?

Demenz ist eine altersbedingte Krankheit, die verschiedene Ursachen und Formen hat. Die häufigste und bekannteste Form ist die Alzheimer Demenz. Gemeinsam ist allen die stetig fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Daher spricht man bei Demenz von einer neurodegenerativen Krankheit.Frühzeitig erkannt, kann der Erkrankungsprozess des Gehirns oft noch erfolgreich verlangsamt werden.

 

Was sind Demenz Symptome?

Die Symptome können nur von nahen Menschen erkannt werden; der Betroffene selbst verliert die Fähigkeit, die Veränderungen, die mit der Krankheit in Zusammenhangstehen, an sich selbst wahrzunehmen.

Zunächst ist das Kurzzeitgedächtnis betroffen, Erkrankte können sich nicht erinnern, was gerade gesagt wurde oder womit sie eben noch beschäftigt waren. Späterfolgen Einschränkungen im Denkvermögen, wie die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen und sich zu orientieren. Nach und nach wird auch das Sprachzentrum betroffen, die Motorik und später auch das Langzeitgedächtnis.Oftmals vermischen sich in der Wahrnehmung des Betroffenen Realität, Vergangenheit und Fantasie. All dies führt dazu, dass Erkrankte ihre erworbenen Fähigkeiten und damit auch ihre Persönlichkeit nach und nach verlieren.

 

Demenz Test

Um festzustellen, ob ein Familienmitglied an Demenz erkrankt ist, gilt es auf kleine Zeichen zu achten. Häufige und immer häufiger werdende Vergesslichkeit, ständiges Wiederholen einer Frage, die bereits beantwortet wurde, Schwierigkeiten alltägliche Handlungen durchzuführen oder auch plötzliche Überforderung deuten auf eine Demenz hin. Im Gespräch verlieren Betroffene den Faden, beim Aufräumen landen Gegenstände an völlig unpassenden Orten und die gewohnte Umgebung wird auf einmal zum Labyrinth.

Verunsicherung, Verwirrung und auch Scham befallen die Erkrankten, die, so lange es geht, ihre Gedächtnislücken und daraus resultierenden Missgeschicke zu verstecken oder zu rationalisieren versuchen. Damit hängt auch zusammen, dass Erkrankte nach und nach nicht mehr außer Haus gehen wollen, depressiv sind und andere Menschenmeiden.

Bei Demenz gilt: je früher erkannt, desto besser. Obwohl im Internet einige Demenz Tests zu finden sind, ist es dennoch ratsam, bei einem entsprechenden Verdacht bald einen Arzt aufsuchen.

 

Pflege und Behandlung von an Demenz Erkrankten

Angehörigen fällt es oftmals schwer, zu akzeptieren, dass sie nicht mehr erkannt werden und ihre liebevolle Zuwendung nicht als solche wahrgenommen wird. Wenn es jedoch gelingt, anstatt den Erkrankten in die Realität holen zu wollen, ihn in seiner eigenen Wahrnehmung liebevoll zu bestätigen, so trägt dies wesentlich zum erfolgreichen Umgang miteinander bei. Wenn also ein anDemenz Erkrankter erzählt,er sei Opernsänger gewesen, während er jedoch Zeit seines Lebens als Gärtner gearbeitet hat, so ist es besser, ihn zum Erzählen aufzufordern und nach seinem Leben als Sänger zu befragen, anstatt ihm seine Wahrnehmung korrigieren und damit wegnehmen zu wollen.

Einfache und gleichbleibende Tagesabläufe helfen den Betroffenen, sich zurecht zufinden. Darüber hinaus kann man heute sowohl mit Medikamenten als auch mit Gedächtnistraining, Krankengymnastik sowie einer Reihe von handwerklichen Tätigkeiten einiges erreichen. In Tagesstätten und Pflegeheimen für demente Menschen wird nach den genannten Richtlinien gearbeitet; Kuchen backen, Malen oder Stricken, tragen dazu bei, vorhandene Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten.

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