Alzheimer - die Krankheit des Vergessens Alzheimer - die Krankheit des Vergessens
14/04/2013 13:39 Keine Kommentare


August Alzheimer, Namensgeber der so bezeichneten Krankheit, war Psychiater und Neurologe in Deutschland. Er führte bereits am beginnenden 20. Jahrhundert Untersuchungen an einer verstorbenen Patientin mit Alzheimer Symptomen durch und entdeckte Veränderungen am Gehirn. Was die Medizin heute über Alzheimer weiß, basiert auf diesen Berichten.

 

Was ist Alzheimer?

Alzheimer kann als die Krankheit des Vergessens bezeichnet werden. Während ein gewisses Nachlassen der Gedächtnisleistung mit fortgeschrittenem Alter völlig normal ist, haben Alzheimer Patienten beispielsweise Orientierungsschwierigkeiten, sie erinnern sich nicht mehr an ihre gewohnte Umgebung. Sie sind verunsichert und verängstigt und denken, man hätte sie bestohlen, obwohl sie selbst den gesuchten Gegenstand verlegt oder den Geldschein ausgegeben haben. Alzheimer Patienten sind nach und nach nicht mehr in der Lage, sich im Alltag alleine zurecht zu finden.

Die Medizin spricht auch von Alzheimer Demenz. Alzheimer zählt zur Gruppe der neurodegenerativen Erkrankungen, da es sich um eine langsam fortschreitende Erkrankung des Gehirns handelt.

 

Wie sehen Alzheimer Symptome aus?

Die Symptome der Alzheimer Krankheit sind vielfältig. Zunächst ist meist das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtig. So erinnern sich Betroffene beispielsweise nicht mehr daran, wie sie den gestrigen Tag verbracht haben oder warum sie soeben auf dem Weg zum Supermarkt waren. Mit der Zeit bewältigen sie ihren Alltag nicht mehr, erkennen ihre Angehörigen nicht und wissen nicht mehr, welcher Tag oder welcher Monat gerade ist. Auch die Sprachfähigkeit wird in Mitleidenschaft gezogen.

Als Folge dieser Einschränkungen verlieren Patienten oft das Interesse an Freizeitbeschäftigungen und Freunden und ziehen sich zurück; depressive Stimmungen können auftreten oder Phasen ungewohnter Aggressivität.

Da es in der Natur der Erkrankung liegt, dass Alzheimer Betroffene nicht an sich selbst feststellen können, dass sie erkrankt sind, obliegt es den Angehörigen, bei einem entsprechenden Verdacht, einen Arzt aufzusuchen. Auch im Internet gibt es Alzheimer Tests, zur Selbst- und Fremdeinschätzung. Je früher die Diagnose Alzheimer gestellt wird, umso besser wirken Behandlung und Therapie.

 

Therapie und Behandlung von Alzheimerpatienten:

Bei der Therapie und Behandlung von Alzheimer Patienten geht darum, die vorhandenen Fähigkeiten und damit auch die Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Dies ist neben der Gabe von entsprechenden Medikamenten Schwerpunkt in der Pflege und Betreuung. Klar strukturierte und gleich bleibende Tagesabläufe geben den Patienten Sicherheit; gemeinsame Tätigkeiten, wie Kochen, Stricken, Malen werden therapeutisch eingesetzt und fördern die Betroffenen.

Für die Angehörigen ist es oft besonders schwer diese Krankheit zu akzeptieren, beispielsweise nicht mehr erkannt oder mit anderen Menschen verwechselt zu werden. Wem es jedoch gelingt, dies nicht persönlich zu nehmen und den Erkrankten nicht verändern zu wollen, dem werden der Umgang und das Zusammenleben leichter fallen.

 

Die deutsche Alzheimer Gesellschaft:

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist ein Zusammenschluss von Selbsthilfegruppen mit dem Ziel, die Lage von Alzheimer Patienten und deren Angehörigen zu verbessern. Dazu werden beispielsweise politische Initiativen gestartet und durch Verbreitung von Information ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit geschaffen. Die Alzheimer Gesellschaft unterstützt die Erforschung der Krankheit und möchte u. A. die Entwicklung neuer Pflege- und Behandlungsmethoden erreichen,

 

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